Schweizerdeutsch Wörter — die Sätze, die man wirklich braucht
Mit Hochdeutsch liest du die Schilder; Schweizerdeutsch (Schwiizerdütsch) ist, was in Zürichs Läden und Berns Büros wirklich gesprochen wird. Dieser Sprachführer zeigt die Alltagssätze mit beiden Hauptdialekten — Zürich (Züridütsch) und Bern (Bärndütsch) — und was jeder Satz bedeutet. Jede Form stammt aus Swisslis eigenem Kursmaterial, nicht aus maschineller Übersetzung.
1. Begrüssung und Abschied
Wie Schweizer Hallo, Auf Wiedersehen und Bis-später sagen.
| Bedeutung | Zürich (ZH) | Bern (BE) |
|---|---|---|
| Hallo (formell) | Grüezi | Grüessech |
| hi / hallo zusammen | Hoi / Hoi zäme | Hoi / Hoi zäme |
| guten Morgen | Guete Morge | Guete Morge |
| guten Tag | Guete Tag | Guete Tag |
| guten Abend | Guete Abig | Gueten Abe |
| auf Wiedersehen | Uf Widerluege | Uf Widerluege |
| tschüss | Tschau | Tschau |
| bis bald | Bis bald | Bis gly |
| bis später | Bis spööter | Bis später |
| bis morgen | Bis moorn | Bis morn |
2. Bitte, danke und Entschuldigung
Die alltäglichen Höflichkeitswörter — viele stammen aus dem Französischen.
| Bedeutung | Zürich (ZH) | Bern (BE) |
|---|---|---|
| danke | Merci | Merci |
| vielen Dank | Merci vilmal | Merci vilmal |
| bitte | Bitte | Bitte |
| gern geschehen | Gärn gscheh | Gärn gscheh |
| entschuldigung | Exgüsi | Exgüsi |
| es tut mir leid | Es tuet mer leid | Es tuet mer leid |
| kein Problem | Keis Problem | Keis Problem |
3. Sagen, dass man nicht versteht
Der nützlichste Satz für Neuankömmlinge: "Ich verstah nöd" (Zürich) / "I verstah nid" (Bern).
| Bedeutung | Zürich (ZH) | Bern (BE) |
|---|---|---|
| ich verstehe nicht | Ich verstah nöd | I verstah nid |
| ich verstehe | Ich verstah | I verstah |
| ich weiss nicht | Ich weiss nöd | I weiss nid |
| wie geht's? | Wie gaht's | Wie geit's |
| mir geht's gut | Mir gaht's guet | Mir geit's guet |
| ich möchte | Ich wett | I wett |
| was kostet das? | Was chostet das | Was chostet das |
| wo ist | Wo isch | Wo isch |
4. Wie geht's und Small Talk
"Wie gaht's" in Zürich, "Wie geit's" in Bern — die genauen Formen und Antworten stehen in der Tabelle oben.
5. Zahlen eins bis sieben
Kleine Unterschiede, die du an der Kasse, beim Arzt oder beim Zählen hörst.
| Bedeutung | Zürich (ZH) | Bern (BE) |
|---|---|---|
| eins | eis | eis |
| zwei | zwei | zwöi |
| drei | drü | drü |
| vier | vier | vier |
| fünf | foif | füf |
| sechs | sächs | sächs |
| sieben | siebe | sibe |
Häufige Fragen
Ist Schweizerdeutsch überall gleich?
Nein. Schweizerdeutsch ist eine Gruppe von Dialekten, keine einzelne Sprache. Am häufigsten begegnest du Zürichdeutsch (Züridütsch) und Berndeutsch (Bärndütsch). Vieles ist gleich, manches nicht — "nicht" ist in Zürich "nöd", in Bern "nid", und "wie geht's" ist "Wie gaht's" in Zürich, aber "Wie geit's" in Bern.
Wird Schweizerdeutsch geschrieben?
Im Alltag selten — Schweizer schreiben Hochdeutsch und sprechen Dialekt. Wenn Schweizerdeutsch geschrieben wird, gibt es keine offizielle Rechtschreibung; Swissli nutzt die etablierte Dieth-Schreibung, damit die Formen einheitlich und lesbar bleiben.
Welchen Dialekt soll ich zuerst lernen?
Den Dialekt deines Wohnorts. In Zürich und der Nordostschweiz Züridütsch, in Bern und im Mittelland Bärndütsch. Die Grammatik ist nah genug, dass ein späterer Wechsel leichtfällt.
Lerne diese Sätze mit Swissli
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